Strecken für Freitag, den 28.07.2017

Streckenübersicht Knappschaft Tour – Zum Steinhuder Meer

BRT(Fr)40_SteinhuderMeer

Streckenlänge: 48.6km, Höhenbereich: 43m (Min. Höhe: 42m ~ Max. Höhe: 85m) | Gesamt Aufstieg: 245m | Gesamt Abstieg: 245m
Weitere Infos auf: GPSies

BRT(Fr)70_SteinhuderMeer

Streckenlänge: 82.1km, Höhenbereich: 47m (Min. Höhe: 39m ~ Max. Höhe: 86m) | Gesamt Aufstieg: 415m | Gesamt Abstieg: 421m
Weitere Infos auf: GPSies

BRT(Fr)100_SteinhuderMeer

Streckenlänge: 104.7km, Höhenbereich: 73m (Min. Höhe: 37m ~ Max. Höhe: 110m) | Gesamt Aufstieg: 623m | Gesamt Abstieg: 621m
Weitere Infos auf: GPSies

Streckenbeschreibung

Quelle: Losch Wikipedia „Meiers Mühle“ bei Harenberg von 1684 (wurde von 1948 - 1980 elektrisch betrieben)

Die größte Strecke dieser Tour beträgt 104 km und führt nach dem Start beim LandesSport­Bund an der Ihme entlang durch die Calenberger Neustadt. Nach Überquerung der Ihme über die Justus-Gar­ten-Brücke geht es längs der Leine durch Linden-Nord bis Limmer. Dort führt der Weg über den Stich­kanal Hannover-Linden. Dieser begleitet die Fahrer ein kurzes Stück. Über Ahlem, Harenberg, Döte­berg, Almhorst sowie die A2 wird nach 24 km die erste Kontrolle (Höhe: 47 m) am Sportplatz im Wunstorfer Ortsteil Kolenfeld erreicht.

Quelle: Tortuosa Wikipedia

Nach kurzer Rast führt die Tour weiter zum 6 km entfernten Ort Haste. Die erste urkundliche Erwäh­nung findet sich im evangelisch-lutherischen Kirchenbuch von Hohnhorst aus dem Jahr 1612. Damals wurde die Ansiedlung noch „auf der Hast“ genannt und war ein Ableger des Kirchdorfes Hohnhorst. Zur Zeit der Einrichtung der Bahnstrecke nach Minden im Jahr 1847 zählte der Ort 200 Einwohner. Ein Baudenkmal in Haste ist das 1850 fertiggestellte, repräsentative Bahnhofsgebäude des kurhessi­schen Architekten Julius Eugen Ruhl.

Quelle Losch Wikipedia

Über Wilhelmsdorf und Idenseemoor geht es zum Dorf Idensen, einem Ortsteil von Wunstorf. In einer zwischen 1120 und 1129 entstandenen Urkunde des Bischofs Sigward von Minden ist Idensen als „Ydanhusen“ erwähnt. Das bekannteste Bauwerk in Idensen ist die Sigwardskirche, eine romani­sche Kirche, die wegen ihrer Architektur und der im Original erhaltenen romanischen Ausmalung als einer der bedeutendsten sakralen Kleinbauten der Romanik gilt.

Quelle: Losch Wikipedia

Über Mesmerode und Auhagen wird nach Sachsenhagen geradelt. Der Name der kleinen Stadt geht auf die Wasserburg Sachsenhagen im Dülwald zurück, die zwischen 1248 und 1253 von Herzog Al­brecht I. von Sachsen (1175–1260, aus dem Geschlecht der Askanier und Enkel von „Albrecht der Bär“), südlich an der Sachsenhagener Aue erbaut wurde, um das Gebiet in Besitz zu nehmen. Da das Bistum Minden zum Sachsenhäger Gebiet Hoheitsrechte anmeldete, musste Herzog Albrecht I. von Sachsen die von ihm erbaute Burg 1253 teilweise an den Bischof von Minden abgeben. Eine Urkunde aus dem Jahr 1253 berichtet vom „Castro Sassenhagen“.

Quelle: Franzfoto Wikipedia

Die Strecke verläuft weiter in westlicher Richtung, um am Ort Pollhagen nach Norden abzuknicken und später in nordöstlicher Richtung mit 97 m den höchsten Ort der Tour Wölpinghausen zu errei­chen, der an den Ausläufern der Rehburger Berge, nordwestlich von Sachsenhagen liegt. Als älteste dörfliche Siedlung der Gemeinde Wölpinghausen wird Bergkirchen angesehen. Der Name des Orts bezieht sich auf die um 1150 errichtete St.-Katharinen-Kirche, die weithin sichtbar auf dem Berg­rücken der Rehburger Berge steht. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort als „Berkerken“ 1174 in einer Urkunde des Bischofs von Minden. Nachdem Wiedenbrügge und Hagenburg durchfahren sind, wird nach knapp 5 km der Höhepunkt dieser Tour, das Steinhuder Meer erreicht, wo in Stein­hude in der Nähe der Strandterrassen nach 68 km die zweite Kontrolle der Tour (Höhe: 42 m) auf die Fahrer wartet. Steinhude ist ein Ortsteil der Stadt Wunstorf und ein staatlich anerkannter Erholungs­ort im Naturpark Steinhuder Meer. Einst ein kleines, beschauliches Fischerdorf, ist Steinhude heute ein Touristenort am Südufer des Steinhuder Meeres.

Quelle: Merian-Stich um 1650

Die Radler verlassen die schöne Atmosphäre am Steinhuder Meer, fahren über Großenheidorn, Klein Heidorn sowie die Wunstorfer Ortsteile Blumenau und Luthe und erreichen nach Überquerung der Leine Schloss Ricklingen. Der Ortsname leitet sich von der um 1225 durch Graf Konrad II. von Roden an der Leine erbauten Wasserburg ab, aus der später das Schloss Ricklingen als Amtshaus entstand, von dem das Amt Ricklingen im Gebiet um das heutige Garbsen verwaltet wurde. Der Ort Schloss Ricklingen wurde 1227 gegründet und ist der älteste Ortsteil Garbsens.

Quelle: Jens Bludau Wikipedia

Es geht weiter in östlicher Richtung und im Anschluss an die Unterquerung der A2 kommen die Rad­ler nach Altgarbsen, das mit seinen 11.500 Einwohnern nach Berenbostel der zweitgrößte Stadtteil von Garbsen ist. Das Gebiet wurde schon prähistorisch besiedelt, wie der Fund von steinzeitlichen Gerätschaften und zahlreiche Urnenfunde dokumentieren. Die evangelisch-lutherische Kirche Alt­garbsen aus roten Backstein liegt mitten im Ortskern von Alt-Garbsen. Das rechteckige Kirchenschiff mit den charakteristischen Rundbogenfenstern und einem Satteldach mit abgeschrägten Giebelspit­zen (Walmdach) wurde am 21. September 1845 in Gebrauch genommen. Gebaut wurde das Sakral­gebäude vom Architekten Friedrich August Ludwig Hellner. Nach 88 km können sich die Radler auf dem Platz neben dem Altgarbsener Heimatmuseum an der dritten Kontrolle dieser Tour (Höhe: 55 m) noch einmal erfrischen.

Quelle: AxelHH Wikipedia

Nach Überquerung des Mittellandkanals wird nach etwa 2 km die Stadt Seelze erreicht. Die Stadt mit rund 33.000 Einwohnern besteht aus den beiden größten Stadtteilen Kernstadt und Letter sowie 9 umliegenden Ortschaften. Der Ursprung der Stadt Seelze ist weitgehend unbekannt. Seine heutige Bedeutung und Größe hat es überwiegend der Eisenbahn zu verdanken. Durch den Bau der Eisen­bahnlinie von Hannover nach Minden erhielt das Dorf Seelze 1847 die damals einzige Haltestelle zwi­schen Hannover „Centralbahnhof“ und Wunstorf. Im Jahr 1909 wurde mit dem Seelzer Rangierbahn­hof einer der größten deutschen Rangierbahnhöfe fertiggestellt. 1971 wurde im Rahmen des Projekts „Kybernetische Insel Hannover“ im Ost-West-System des Rangierbahnhofs Seelze die erste durch ei­nen Prozessrechner gesteuerte Ablaufstellwerksanlage (Weichen, Talbremsen, Richtungsgleisbrem­sen und Förderanlagen) in Betrieb genommen.

Die Fahrt geht weiter ein Stück am Rangierbahnhof entlang und nach Überquerung des Stichkanals Hannover-Linden – wie auf der Hinfahrt – über Harenberg, Ahlem, Limmer, Linden-Nord und die Ca­lenberger Neustadt zurück zum LandesSportBund.

Weitere Radtouren:

47 km Tour: Ab Ostermunzel nördlich über Lohnde, Altgarbsen und Seelze zurück nach Hannover

80 km Tour: Ab Mesmerode nördlich über Steinhude, Altgarbsen und Seelze zurück nach Hannover