Strecken für Samstag, den 29.07.2017

Steckenübersicht Knappschaft Tour – Rattenfänger Hameln

BRT(Sa)100_RattenfängerHameln

Streckenlänge: 108.2km, Höhenbereich: 167m (Min. Höhe: 51m ~ Max. Höhe: 218m) | Gesamt Aufstieg: 725m | Gesamt Abstieg: 728m
Weitere Infos auf: GPSies

BRT(Sa)70_RattenfängerHameln

Streckenlänge: 83.2km, Höhenbereich: 167m (Min. Höhe: 51m ~ Max. Höhe: 218m) | Gesamt Aufstieg: 605m | Gesamt Abstieg: 607m
Weitere Infos auf: GPSies

BRT(Sa)40_RattenfängerHameln

Streckenlänge: 42.5km, Höhenbereich: 112m (Min. Höhe: 51m ~ Max. Höhe: 163m) | Gesamt Aufstieg: 268m | Gesamt Abstieg: 265m
Weitere Infos auf: GPSies

Streckenbeschreibung

Die längste Variante dieser Tour erstreckt sich über 108 km und führt nach dem Start und Überque­rung der Ihme über Ricklingen, Oberricklingen und Wettbergen nach Ihme-Roloven. Von hier geht es mit leicht ansteigendem Gelände über Vörie, Linderte und Holtensen nach Steinkrug. Zur ersten Kon­trolle am Sportplatz von Steinkrug (Höhe: 177 m) müssen auf einer Distanz von knapp 500 m 47 Hö­henmeter überwunden werden.

Nach kurzer Rast führt die Tour bergab nach Völksen, einem Ortsteil der Stadt Springe. Die Anfänge dieses urkundlich erstmals 1033 erwähnten Orts gehen wahrscheinlich bis weit vor das Jahr 1000 zu­rück. Von hier sind es noch 6 km bis Springe.

Die Stadt Springe wurde 1013 erstmals urkundlich erwähnt und verdankt Entstehung und Wachstum der verkehrsgünstigen Lage an der Deisterpforte. Eine besondere Bekanntheit erwarb sich die Stadt durch die Legende über die Erfindung der Glühlampe durch den Springer Feinmechaniker Heinrich Göbel. Dieser hatte Ende des 19. Jahrhunderts in diversen Zeitungsberichten behaupten lassen, dass er bereits in den 1850er Jahren die ersten Glühlampen mit Kohlefäden hergestellt hatte. Zur Ehre von Heinrich Göbel ließ Springe auf der „Göbel-Bastei“ oberhalb der Stadt ein Denkmal mit einem Glüh­lampensymbol errichten. Göbels Erfindungsbehauptungen ließen sich jedoch nicht beweisen und werden nach aktuellem Stand der Forschung als unwahr zurückgewiesen.

Quelle: Axel Hindemith Wikipedia

Ein touristischer Anziehungspunkt ist der Saupark Springe, ein 14 km² großes Wildgehege, das früher Hofjagdgebiet der Könige von Hannover und später der Deutschen Kaiser war. Am Haupteingang des Sauparks steht das Jagdschloss Springe, ein Werk des hannoverschen Baumeisters Georg Laves.

Von Springe aus führt die Strecke mit leichtem Anstieg durch die Deisterpforte (126 m). Danach wird bis Hameln fast nur noch bergab geradelt. Über Altenhagen und Hachmühlen geht es nach Hasperde, einem kleinen Dorf, das der südlichste Ortsteil von Bad Münder ist. Das Wahrzeichen des Orts ist ein Renaissance-Schloss, das im 17. Jahrhundert erbaut wurde. Die letzte Adelsfamilie von Hake, die das Schloss Hasperde bewohnte, ließ es von 1883 bis 1893 durch den hannoverschen Architekten Linge­mann im historisierenden Stil umbauen. Im Jahr 1943 wurde es verkauft, diente zunächst als Flüchtlingsunterkunft, später als Reichsbahn- und Bundesbahnschule. Heute ist es ein Seniorenheim.

Quelle: Halo1976 Wikipedia

Über Groß Hilligsfeld und Rohrsen wird nun mit leichtem Gefälle weitergeradelt. Nach knapp 5 km wird der Höhepunkt dieser Tour, die Rattenfängerstadt Hameln, erreicht, wo hinter der Rattenfän­gerhalle direkt an der Weser nach 50,5 km die zweite Kontrolle der Tour (Höhe: 70 m) auf die Fahrer wartet. Hameln ist eine große selbständige Stadt in Niedersachsen, die Kreisstadt des Landkreises Hameln-Pyrmont ist und direkt an der Weser liegt. Die Stadt ist vor allem durch die Sage vom Ratten­fänger von Hameln bekannt, die auf einer Überlieferung aus dem Jahr 1284 beruht.

Die Sage erzählt, wie früher einmal die Stadt Hameln von einer Rattenplage heimgesucht wurde. Der Rat der Stadt weiß sich nicht mehr zu helfen. Eines Tages kommt ein seltsam gekleideter Mann in die Stadt und macht den Ratsherren das Angebot, sie gegen einen angemessenen Lohn von der Rattenplage zu befreien. Er lockt die Ratten mit Hilfe einer Pfeife in kurzer Zeit in die Weser, wo sie ertrin­ken. Als er seine Belohnung abholen will, verweigern die Ratsherren ihm aber das Geld. Daraufhin lockt er an einem Sonntag, als alle Erwachsenen in der Kirche sind, die Kinder der Stadt mit seiner Pfeife auf den Marktplatz. Von dort aus zieht er mit der riesigen Kinderschar aus der Stadt hinaus in die Berge. Die Kinder der Stadt Hameln sind nie wieder gesehen worden.

Quelle: Thomas Fietzek Wikipedia

Aus der großen Zahl historischer Bauwerke in Hameln sollen hier nur zwei Erwähnung finden: Das Rattenfängerhaus und die Münsterkirche St. Bonifatius. Das Rattenfängerhaus zählt zu den bekann­testen Häusern der Hamelner Altstadt. Mit seiner gut gegliederten Fassade mit Erker und dem reich verzierten Giebel stellt es einen der prachtvollsten Bauten der Weserrenaissance dar.

Quelle: Beckstedt Wikipedia

Das Münster St. Bonifatius ist eine evangelisch-lutherische ehemalige Kloster– und Stiftskirche. Sie liegt am Südwestrand der historischen Altstadt unweit der Weser. Der älteste Teil der Kirche ist die Krypta, die um 800 errichtet wurde. Der heutige Bau zeigt die wechselvolle Architekturgeschichte, die über Romanik, Gotik bis zum Barock führt. Neuromanische Elemente sind auf eine Erneuerung 1870 – 1875 unter Conrad Wilhelm Hase zurückzuführen.

Quelle: Aleph Wikipedia

Die Radler verlassen die schöne Atmosphäre an der Weser, fahren vorbei am Weserberglandstadion und an der Fluthamel entlang, die ein künstlicher Mündungsarm der Hamel ist. Nach dem Stadtteil Afferde geht es jetzt wieder in ansteigendes Gelände und über Klein Hilligsfeld wird Coppenbrügge (148 m) angefahren. Coppenbrügge ist ein Flecken im Landkreis Hameln-Pyrmont mit erster urkundli­cher Erwähnung um das Jahr 1000. Erwähnenswert ist die Ruine der Burg Coppenbrügge, einer zwi­schen 1280 und 1300 von den Grafen von Spiegelberg erbauten Wasserburg.

Quelle: Axel Hindemith Wikipedia

Über Dörpe und Halbe führt der Weg über den kleinen Deister zwischen Saupark und dem westlichen Ende des Osterwalds zum höchsten Punkt der Tour (212 m). Von dort geht es am Waldrestaurant Holzmühle, das sich an einem See unweit des Naturschutzgebiets Steinbruch Holzmühle befindet, vorbei. Das Lokal war schon vor weit über 100 Jahren ein beliebtes Ausflugsziel, wie am Beispiel der Ansichtskarte vom 9. Dezember 1898 zu sehen ist.

Quelle: Eigene Sammlung

Nach 78,5 km können sich die Radler auf dem Kirchenvorplatz in Eldagsen an der dritten Kontrolle dieser Tour (Höhe: 107 m) noch einmal erfrischen. Eldagsen ist ein Stadtteil von Springe. Die erste ur­kundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 775, als Karl der Große eine hölzerne Kirche in Eildagessen errichten ließ. Typisch für den Ort sind zahlreiche giebelständige Fachwerkhäuser.

Auf der Rückfahrt nach Hannover geht es durch Gestorf, Bennigsen, Lüdersen, Hiddestorf, Ohlendorf, Devese und Hemmingen – wo sich ein Sendemast des NDR für das digitale Antennenfernsehen DVB-T2 HD befindet – nach Döhren. Von dort sind es nur noch 4 km bis zum Ziel Am LSB und es ist geruh­sames Ausradeln am Ostufer des Maschsees angesagt.

Weitere Radtouren:

43 km Tour: Ab Steinkrug östlich über Bennigsen, Hiddestorf und Hemmingen zurück nach Hannover
83 km Tour: Ab Hachmühlen östlich über Eldagsen, Bennigsen, Hiddestorf und Hemmingen zurück nach Hannover